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Gott schuf sie als Mann und Frau




Dass Männer und Frauen unterschiedlich sind, ist wahrscheinlich keine große Neuigkeit. Es geht hier aber nicht um das Äußerliche. In den letzten Jahren hat die medizinische Forschung erstaunliche Ergebnisse erbracht, die aufzeigen, wie tiefgehend die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind. Die Tatsache, dass unsere Gehirne unterschiedlich gebaut sind, zeigt sich z. B. an unterschiedlichen Emotionen, Neigungen und Lebenseinstellungen.
Bei manchem Streit zwischen Mann und Frau kann man folgenden Satz hören: „Warum kannst du mich bloß nicht begreifen? Warum denkst du nicht wie ich?“ Leider geht das nicht. Wir sind nicht gleich. Eine Frau kann normalerweise nicht Mann werden, auch wenn sie wollte, und umgekehrt gilt das Gleiche.
Der Unterschied zwischen Mann und Frau scheint sehr einfach zu sein. Fast in jeder Zelle haben Frauen zwei X-Geschlechts-Chromosome, die Männer dagegen ein X- und ein Y-Chromosom. Alle frisch gezeugten Embryonen sind weiblich. Also Vorsicht Männer, ihr seid alle für kurze Zeit eine Frau gewesen! Erst am 36. Tag der Entwicklung fängt der weibliche Embryo durch die Wirkung der Hormone an, sich zu einem männlichen zu entwickeln.

Das männliche und das weibliche Gehirn
Es gibt eine ganze Reihe anatomischer und physiologischer Unterschiede zwischen dem männlichen und dem weiblichen Gehirn. Es ist offensichtlich, dass in einem weiblichen Gehirn etwas anderes vorgeht als in einem männlichen, z. B. bei Sprache, räumlichem Denken, Trauer oder Alterungsprozessen. Der Hypothalamus ist ein wichtiger Teil des Gehirns. Im Hypothalamus können wir einige Gruppierungen von Nervenzellen beobachten, die wichtige Aufgaben für die sexuelle Identität eines Individuums haben. Es ist deswegen auch nicht erstaunlich, dass der Hypothalamus einer Frau anders aussieht als der eines Mannes.

Durch magnetische Resonanz ist es möglich, die Größe von verschiedenen Gehirnteilen festzustellen. Man hat die Größe der Stirn-und Schläfengehirnlappen von jungen Männern und Frauen (18-40 Jahre) mit älteren (41-80 Jahre) verglichen und festgestellt, dass es Unterschiede im Alterungsprozess gibt. Die Stirnlappen schrumpfen schneller als die Schläfenlappen, bei Männern schneller als bei Frauen. In den Schläfenlappen befindet sich das Sprachzentrum. Es wurde beobachtet, dass Frauen dort viel mehr Nervenzellen haben als Männer.

Mädchen und Jungen
Es gibt eine ganze Reihe von Studien, die ziemlich genau das Verhalten bei jungen Menschen beiderlei Geschlechts untersucht haben. Wenn Mädchen sich verabschieden, dauert es im Durchschnitt
90 Sekunden. Während des Spielens brauchen sie weniger Raum um sich herum als Jungen. Sie spielen lieber mit lebendigen Personen und begrüßen alle neu hinzukommenden Personen. Beim Zuhören haben sie lieber romantische Geschichten und identifizieren sich öfter mit den Opfern. Beim Spielen sind sie weniger ehrgeizig, und sie lernen besser durch Zuhören.

Jungen brauchen nur 40 Sekunden, um sich zu verabschieden. Beim Spielen brauchen sie mehr Raum um sich herum. Sie bevorzugen Spiele mit Bausteinen, lieben abenteuerliche Geschichten und identifizieren sich öfter mit den Banditen. Ihre Spiele sind ehrgeiziger, und besser als Mädchen lernen sie durch Sehen und durch Raumaufgaben.

Frauen und Männer
Frauen haben im Gegensatz zu Männern bessere Sprachfähigkeiten, einen größeren Wortschatz und bessere grammatikalische Kenntnisse. Frauen lernen Fremdsprachen besser (natürlich gibt es immer Ausnahmen). Ihre Feinmotorik ist besser, sie sehen besser in der Nacht und in rotem Licht. Sie unterscheiden besser zwischen Geräuschen, und die meisten Frauen können gut singen. Frauen benötigen um sich herum weniger Raum als Männer, haben ein besseres visuelles Gedächtnis und mehr Geduld. Mathematische Aufgaben wiederholen sie laut, merken sich Gesichter und zufällige Informationen besser und haben häufigeren Augenkontakt mit anderen Menschen. Frauen sind seltener Linkshänder und ertragen die Nähe des gleichen Geschlechts besser als Männer. Sie ertragen besser langfristigen Schmerz, und in einer Gruppe von Frauen tendieren sie zu lockerer Machtaufteilung.
Männer haben bereits in der Pubertät größere mathematische Fähigkeiten und lösen mathematische Aufgaben nicht verbal. Sie spielen besser Schach, lesen besser Landkarten und Baupläne, lösen besser Raumaufgaben und sehen besser bei hellem Licht als in Dunkelheit. Männer sind häufiger Linkshänder, Stotterer und Allergiker. Sie spielen lieber mit Objekten als mit Personen, haben weniger Geduld und merken sich besser gut strukturierte Informationen. Die Anzahl der Augenkontakte mit Anderen ist deutlich niedriger als bei Frauen, sie ertragen die Nähe von Männern schlechter, und in einer Gruppe von Männern tendieren sie dazu, eine fest organisierte Struktur mit einem Anführer zu bilden.

Krankheiten
Männer und Frauen unterscheiden sich bei psychatrischen und neurologischen Krankheiten. Mentale Anorexie (Magersucht) ist unter den Frauen im Vergleich zu Männern im Verhältnis 93:7 vertreten. Ein ähnliches Verhältnis existiert bei Bulimie (75:25). Frauen sorgen sich viel mehr, leiden öfter an Multiplesklerose und haben öfter Depressionen.
Männer leiden dagegen vermehrt an schweren mentalen Retardationen (schlechtes Erinnerungsvermögen), Autismus, Stottern und Dislexie (Leseschwäche).

Mannsein ist gefährlich
Je weniger Schlaf ich benötige,
je mehr Schmerzen ich ertragen kann,
je mehr Alkohol ich vertrage,
je weniger ich mich darum kümmere, was ich esse,
je weniger ich jemanden um Hilfe bitte,
je weniger ich von anderen abhängig bin,
je mehr ich meine Gefühle kontrolliere und unterdrücke,
je weniger ich auf meinen Körper achte,
desto männlicher bin ich.

Ernährung
Männer und Frauen unterscheiden sich in ihren Ernährungsgewohnheiten. Während Frauen eher Pflanzliches bevorzugen, benötigen Männer anscheinend Fleisch und Alkohol zum Leben. Traditionell sind Männer die Ernährer der Familie – heute primär in finanzieller Hinsicht. Dennoch bereitet meist die Frau die Mahlzeiten zu, wenn auch überwiegend nach den Vorlieben des Mannes. Zahlreiche Erhebungen zeigen, dass Erwachsene mit einer Reihe von Nährstoffen nicht optimal versorgt sind. Die Ernährungsunterschiede zwischen Männern und Frauen sind aber gering. Frauen kennen zwar ihre Vorlieben, aber in 90 Prozent der Fälle kochen sie nach den Wünschen der Männer – und essen auch so. Wenn die Frau arbeitet und der Mann arbeitslos ist, kochen die Frauen überwiegend nach ihrem eigenen Geschmack und ernähren sich und ihre Familie vollwertiger.

Der Bedarf an Nährstoffen lässt allerdings keinen Grund erkennen, warum Männer sich anders ernähren sollten als Frauen. Für Männer wird eine höhere Nährstoffzufuhr empfohlen als für Frauen, da sie in der Regel größer sind und einen niedrigeren Körperfettanteil haben. Männer sollten genau wie Frauen eine überwiegend ovo-lacto-vegetarische Kost mit möglichst viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen zu sich nehmen. Allerdings sind Männer eine schwierige Zielgruppe, wenn es um Änderungen in der Ernährung geht. Ihr Selbstverständnis lässt eine Einflussnahme nur begrenzt zu. Trotzdem können Männer und Frauen lernen, gemeinsam ein gutes Vorbild für ihre Kinder zu sein. So lässt sich von Anfang an eine gesunde und präventive Ernährung einüben.

Schlussfolgerung
Die Emanzipation der Frau ist eine klare Reaktion auf das Verhalten der Männer gegenüber den Frauen in den letzten Jahrhunderten. Die Emanzipationsbewegung hat aber insofern ihr Ziel verfehlt, als es ihr nicht gelungen ist zu beweisen, dass Männer und Frauen völlig gleich sind. Sie sind es nicht! Selbstverständlich gibt es immer Ausnahmen von der Regel.
Die von Gott gegebenen offensichtlichen Unterschiede sind uns vielmehr zur gegenseitigen Ergänzung gegeben. Was dem einen fehlt, hat der andere. Es liegt eine wunderbare Chance darin, unsere Unterschiede zu verstehen und uns gegenseitig zu respektieren.

Dr. med. Peter Pribis